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Grundlagen zur Bildbearbeitung

Grundlagen zur Bildbearbeitung

Sofern man es nicht mit sündhaft kostspieligen Spiegelreflexkameras im zweistelligen Megapixel-Bereich mit langen Tele- oder Makroobjektiven zu tun hat, wird die eingesetzte Digitalkamera ihre Aufnahmen üblicherweise im sogenannten JPEG-Format abspeichern. Diese Abkürzung steht für die Joint Photographics Experts Group, ein mittlerweile vor rund 15 Jahren verabschiedeter Standard für die platzsparende Speicherung von Foto- und anderen Grafikdaten.

Fotos in diesem Format erkennt man leicht an den Dateinamensendungen .JPG oder .JPEG.
Bei Dateiformaten zur digitalen Bildspeicherung ist unabhängig von technischen Einzelheiten zwischen drei verschiedenen Kategorien zu unterscheiden:

  • unkomprimierte, sogenannte Rohdatenformate (RAW)
  • verlustfreie Kompressionsformate (z.B. TIFF, PNG oder GIF)
  • verlustbehaftete Kompressionsformaten (vornehmlich JPEG)

Allen diesen Formaten gemeinsam ist die Fähigkeit, sogenannte Metainformationen wie Kameramodell, Datum, Uhrzeit und Brennweite abzuspeichern. Instinktiv könnte man sich auf den Standpunkt stellen, insbesondere in Hinblick auf die spätere Verwendung für die Druckvorlage eines Fotobuches, stets das unkomprimierte RAW-Format dem verlustbehafteten JPEG-Format vorzuziehen; demgegenüber steht allerdings, dass die wenigsten Kameras der unteren bis mittleren Preisklasse andere Formate als JPEG in ihren Optionsmenüs unterstützen und dies in Hinblick auf Kapazität und Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarten auch selten praktikabel wäre – RAW-Dateien beanspruchen etwa die zehnfache Menge an Speicherplatz.Ersatzweise sorgt die Maximalauflösung in JPEG für Qualitätsreserven.
Die Orientierung in der Grafikformatslandschaft wird durch zahlreiche anbieterspezifische Standards erschwert, die allesamt ihre eigene Geschichte und Sonderfunktionen mitbringen. Besonders verbreitet ist das PSD-Format, welches neben reinen Grafikdaten auch noch Zusatzinformationen wie Farbprofile, eine Liste der Bearbeitungsschritte, Freistellungen, Untertitelungen oder transparente Lagen umfasst. Aufgrund seiner Popularität wird das PSD-Format
nicht nur in der Bearbeitung, sondern oftmals auch in der Druckvorstufe eingesetzt.

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