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Backgrounds,Cliparts, Border und mehr...

Backgrounds,Cliparts, Border und mehr

Die erste und beste Quelle für Schriftarten auf jedem Computer, ob PC oder Macintosh, sind die mitgelieferten Systemschriften, die meist im TrueType-Format (Dateiendung .TTF) vorliegen und über Textverarbeitungsprogramme, Systemsteuerung, Font-Bibliothek oder betriebssystemeigene Dateisuchfunktionen aufgespürt werden können. Zur Erweiterung der Sammlung empfiehlt sich das Schlagwort “TTF” in gängigen Internet-Suchmaschinen bzw. konkret die eingeschränkte Suche nach dem Operator “filetype:ttf” bei Google. Alternative Formate für die Verbreitung von Schriftarten sind PostScript Type 1 und OpenType (Dateiendungen .PFB und .OTF).

Durch den unaufhaltsamen Ausbau der Internet-Infrastruktur weitgehend außer Mode gekommen sind die bis in die späten 1990er Jahre hinein verbreiteten und beliebten Sammlungen freier und kommerzieller Schriften, Clipart- und Hintergrundgrafiken auf CD-ROM. Sollte man als Fotobuch-Schöpfer mit langjähriger Erfahrung noch solche Medien auf Lager haben, wird man mit nostalgischem Bedauern feststellen, dass die dort üblichen Pixelauflösungen, Farbtiefen,Grafikformate und Motive mittlerweile weder technisch, noch ästhetisch in zeitgenössische
Fotobuchproduktionen hineinpassen mögen.
Speziell wenn im Fotobuch abgerundete, nicht rechtwinklig zugeschnittene Rahmen und Kanten verwendet werden sollen, ist der korrekte Einsatz des sogenannten Alpha-Channels von Bedeutung: bei der lagenbasierten Stapelung von Hintergründen, Fotos, Beschriftungen, Rändern und Trennlinien sorgen die im Alpha-Channel gespeicherten Transparenz-Informationen für ein sauberes, artefaktfreies Übereinanderlegen diverser Pixel- und Vektorgrafikdaten.

Aktuelle, kommerzielle wie freie Grafikbearbeitungsprogramme bieten die halbautomatische Erzeugung solcher winziger Kantengrafiken unter Angabe der Pinselstärke und des Kurvenradius an. Aus der Not um hochwertige und geschmackvolle Hintergrundbilder eine Tugend zu machen, gehört ebenfalls zur zeitgemäßen Design-Sprache. Zur Hinterlegung der Doppelseite eines Fotobuches mit vielleicht vier bis sechs primären Motiven bieten sich zwei hausgemachte Varianten an: zum einen kann ein einfacher Farbverlauf (Gradient) eingesetzt werden, der im günstigen Kontrast zu den Motiven und ihren optionalen Bildunterschriften steht.
Zum anderen kann ein weiteres Primärmotiv als hochskaliertes Hintergrundmotiv definiert werden, optional durch einen Verfremdungs-, Farb- oder Gradientenfilter aufgewertet.
Wer tiefer in die Materie von Hintergrundbildern und -mustern einsteigen möchte, kann sich die auf modernen Webseiten üblichen und im HTML- oder CSS-Format beschriebenen, meist quadratischen PNG- oder GIF-Hintergründe ansehen und oftmals auch direkt für die Verwertung in einem Fotobuch abspeichern. Hier finden sich vielerorts wahre Schätze in Form hochauflösender Holz-, Stein-, Stoff-, Wasser-, Pflanzen- oder Sand-Texturen. Wer gar selbst Naturpanoramen fotografiert, kann solche quadratischen Texturen kurzerhand aus eigenen Aufnahmen ausschneiden.

Ein wirklich umsichtiger Software- und Dienstanbieter für Fotobücher wird derweil bemüht sein, neben einer leicht einsichtigen Benutzeroberfläche und elegant proportionierten Formatvorlagen auch eine reichhaltige Auswahl an integrierten Design-Themen, sogenannten Templates, mitzuliefern. Solche Themen integrieren stilistisch aufeinander abgestimmte Schriften, Rahmungen, Kanten, Kontrastfarben und Hintergrundmuster zu einem größeren Ganzen und erlauben dem Fotografen die volle Konzentration auf die Motivauswahl.
Aus lizenzrechtlicher Sicht gilt, dass zwar der Erwerb vieler kommerzieller Schriften, Hintergrundmuster und Clipart-Motive kostenpflichtig, der letztendliche Einsatz in einem Endprodukt (z. B. in einem Fotobuch) jedoch ohne weitere Gebühren oder Genehmigungen problemlos möglich ist. Dies betrifft prinzipiell sogar kommerzielle Drucke, ein privates Fotobuch in Kleinserie ist daher erst recht auf der sicheren Seite.