nav-left cat-right
cat-right

Der Faktor Zeit...

Der Faktor Zeit

Gut Ding will Weile haben. Dank ergonomischer Benutzeroberflächen ist es mit aktuell verfügbarer Foto-Software prinzipiell möglich, ein Fotobuch in einer einzigen Sitzung bzw. an einem einzelnen Nachmittag oder Abend zu planen, zu entwerfen, ein Design-Thema auszusuchen, mit Motiven zu füllen und in Auftrag zu geben. Nun liegt es in der menschlichen Natur, erst nach einem spürbaren Aufwand von Zeit und Konzentration die Zufriedenheit einer schöpferischen Leistung zu empfinden.

Je nach täglicher Ausdauer könnte man rund eine Woche einplanen, um alle Arbeitsschritte zum Entwurf eines Fotoalbums sorgfältig und ohne Zeitdruck kennenzulernen. Im Laufe von sieben Tagen bieten sich mehr als genügend Gelegenheiten, sowohl die konkreten Bedienungs- und Bearbeitungsabläufe eines spezifischen Programmpaketes, als auch die dahinter stehenden allgemeinen Konzepte, Kunstgriffe, Formate und Techniken zu studieren.

Bereits nach den ersten Sitzungen wird man ein Gespür dafür entwickelt haben, welche Tätigkeiten die meiste Zeit beanspruchen: während die Vorauswahl der Wunschmotive bei unter 500 Fotos recht zügig vonstatten gehen dürfte, kann die Sortierung in die gewünschte Reihenfolge schnell Stunden dauern. Hier hilft vor allem die Grundsatzentscheidung, ob das Fotobuch der Chronologie des fotografierten Ereignisses treu bleiben soll. Rotaugen bei Personen im Hintergrund mögen diskreter ausfallen als bei nahen Porträtaufnahmen, doch kann man auch hier viel Zeit in die Ausbesserung investieren.

Einmal bewusst gemächlich zu arbeiten bedeutet nicht, dauerhaft auf eine langsame Arbeitsweise beschränkt zu sein. Die Nacht-und-Nebel-Aktion, ein Fotobuch an einem einzigen Abend zu gestalten, kann man sich folglich für das zweite oder dritte Projekt aufheben; etwa dann, wenn es für einen Geburtstag oder ein Jubiläum besonders schnell gehen soll.